Nach der WM in Baku, wo es der Baselbieter Judo-Kämpferin Evelyne Tschopp nicht ganz nach Wunsch gelaufen war, reiste sie dieses Wochenende nach Mexico, um den Grand Prix von Cancun zu bestreiten. Klares Ziel: eine Medaille! Tschopp’s ehemalige Schweizer Konkurrentin in der Klasse -57 kg, Fabienne Kocher ist nach einer Verletzungspause zurück und startet nun ebenfalls in der Kategorie -52 kg.

Beide Schweizerinnen hatten in der ersten Runde ein Freilos. Evelyne Tschopp musste in der zweiten Runde gegen die Italienerin Giulia Pierucci antreten. Sie startete wie gewohnt besonnen, aber zielstrebig in den Wettkampf und konnte die Gegnerin bald kontrollieren. Sie wartete auf ihre Chance zum Wurf und bekam Pierucci am Boden in einen Festhalter, den sie über die nötige Zeit halten konnte. Der erste Ippon-Sieg war damit unter Dach und Fach.

Die nächste Gegnerin war die Spanierin Ana Perez Box. Auch dieser Kampf sah zuerst ausgeglichen aus, dann aber erwischte Perez Box die Muttenzerin zweimal mit einer Technik, für die sie einen Wazaari zugesprochen erhielt. Zwei Wazaari ergeben einen Ippon, womit die Spanierin den Kampf vorzeitig beenden konnte. Tschopp musste in die Hoffnungsrunde, während Kocher ihre beiden ersten Kämpfe gewann und als Poolsiegerin in den Halbfinal kam.

Tschopp traf in der Hoffnungsrunde auf die US-Amerikanerin Angelica Delgado, die ihr bereits von anderen internationalen Turnieren her bekannt war. Tschopp dominierte diesen Kampf und Delgado kassierte zwei Strafen. Die Schweizer Kämpferin konnte schliesslich im Golden Score mit einem Wazaari punkten und war damit eine Runde weiter. Auf der Matte nebenan verlor Fabienne Kocher ihren Halbfinalkampf gegen die Polin Agata Perenc und es kam, wie es kommen musste: die beiden Schweizerinnen mussten im Kampf um die Bronze-Medaille gegeneinander antreten.

Die beiden Teamkolleginnen kennen einander natürlich bestens mit allen Stärken und Schwächen. Beide kämpften sehr gut. Tschopp ging bald mit einem Wazaari in Führung, im Verlauf des Kampfes konnte Kocher ausgleichen und es kam zum Golden Score. Nach langen fünf Minuten sehr intensiver Kampfzeit behielt Evelyne Tschopp das bessere Ende für sich und holte sich mit einem weiteren Wazaari die Bronze-Medaille und damit weitere Punkte für Tokio 2020.

Kocher musste sich als Halbfinalistin mit Rang 5 begnügen. Das Wettkampf-System im Judo macht es möglich: wer den Viertelfinal erreicht, kommt in die Hoffnungsrunde und kann sich mit weiteren Siegen bis zu Bronze kämpfen. Der Verlierer des Halbfinals kommt in der letzten Kampfrunde ebenfalls in die Hoffnungsrunde, direkt in den Kampf um die Bronze-Medaille. Wird dieser Kampf verloren, geht man ohne Medaille nach Hause.

In zwei Wochen geht es dann auf der Judo World Tour mit dem Grand Slam von Abu Dhabi weiter. Man darf auf weitere Top-Resultate im Schweizer Damen-Judo hoffen.

Brigitta Pflugshaupt, Pressedienst JJJC Pratteln

Evelyne Tschopp Cancun 2018

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